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Mach’s wie Oma: Rette Lebensmittel!

Zu viel gutes Essen landet noch immer im Müll. Dabei kann man mit ein paar einfachen Tricks Lebensmittel länger nutzen, weniger wegwerfen und bares Geld sparen.

 Ein Glas mit Essen und eine Frucht


Ein vergessenes Joghurt im Kühlschrank, zu viel gekocht oder das Brot nicht rechtzeitig verbraucht: Lebensmittelverschwendung passiert oft ganz nebenbei. Was sich im Einzelfall nach wenig anhört, summiert sich über das Jahr beträchtlich.

2024 fielen in Österreich rund 1,175 Millionen Tonnen Lebensmittelabfälle an – mehr, als im selben Jahr Gemüse, Speisekartoffeln und Äpfel geerntet wurden. Mehr als die Hälfte dieser Abfälle entstand in privaten Haushalten, viele davon wären vermeidbar gewesen. Pro Person landen damit Lebensmittel im Wert von rund 400 Euro pro Jahr unnötig im Müll.

Das muss nicht sein. Denn oft braucht es gar keine großen Veränderungen. Ein paar einfache Gewohnheiten helfen dabei, Lebensmittel länger zu nutzen und weniger wegzuwerfen. Die Kampagne „Mach’s wie Oma: Rette Lebensmittel!“ des Landwirtschafts- und Umweltministeriums schafft dafür Bewusstsein und richtet sich insbesondere an junge Erwachsene: 


Clever einkaufen

Vor dem Einkauf lohnt sich ein kurzer Blick in Kühlschrank und Vorratsschrank. Was ist noch da? Was muss bald verbraucht werden? Eine Einkaufsliste hilft dabei, nur das mitzunehmen, was tatsächlich gebraucht wird.


Richtig lagern

Die richtige Lagerung kann entscheidend dafür sein, wie lange Lebensmittel frisch bleiben. Wer den Kühlschrank richtig einräumt und Lebensmittel, die bald verbraucht werden müssen, gut sichtbar nach vorne stellt, behält leichter den Überblick.


Restln verwerten

Reste sind nicht das Ende, sondern eine gute Ausgangslage für die nächste Mahlzeit. Aus altem Brot, reifem Obst oder übrig gebliebenem Gemüse lässt sich oft noch etwas Köstliches zubereiten.


Das Mindesthaltbarkeitsdatum richtig verstehen

Ein überschrittenes Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) bedeutet nicht automatisch, dass ein Lebensmittel schlecht ist. Nach Ablauf gilt: erst schauen, dann riechen und vorsichtig schmecken. Anders ist es beim Verbrauchsdatum („zu verbrauchen bis“): Ist dieses überschritten, sollte das Lebensmittel nicht mehr gegessen werden.


Mach’s wie Oma – und rette Lebensmittel!

Was früher selbstverständlich war, hilft auch heute: bewusst einkaufen, Lebensmittel richtig lagern, Reste verwerten und das Mindesthaltbarkeitsdatum richtig einordnen.

Auf www.rette-lebensmittel.at finden sich praktische Tipps und konkrete Hilfestellungen für den Alltag – darunter eine Einkaufscheckliste, eine Lagerungsliste, ein Sinnes-Check und ein Restl-Rezepte-Generator.

So landen mehr Lebensmittel dort, wo sie hingehören: auf dem Teller und nicht im Müll.


Mindesthaltbarkeitsdatum

02.10.2026